YouTube-SEO: Top Rankingfaktoren

Folgende Grafik zeigt Ihnen die relevantesten YouTube-Rankingfaktoren und ihre jeweilige Gewichtung für die Suchmaschinenoptimierung. Die grünen Bausteine haben eine weit höhere Gewichtung als die blauen, während die gelben Bausteine der YouTube-Rankingfanktoren eher eine mittelmäßige Rolle spielen. Obwohl einige dieser Faktoren Quick Wins einbringen können, sind dennoch alle wichtig und sollten nicht zugunsten schneller Erfolge vernachlässigt werden.

YouTube-Rankingfaktoren_sem-berater.com

 

Für die Sichtbarkeit Ihrer YouTube-Videos spielt die Optimierung des Videos und des Kanals eine Rolle. Sind Ihre Videos nicht für die Suchmaschine optimiert, haben Sie bei wachsender Mitbewerberdichte kaum eine Chance, gefunden zu werden. Durch gezielte Optimierung können Ihre Videos und der Kanal im sichtbaren Bereich landen.

Die relevantesten Rankingfaktoren haben in erster Linie mit dem Video selbst zu tun, aber auch der Kanal und externe Einflüsse wie z.B. Links von sozialen Netzwerken oder anderen Webseiten spielen eine Rolle. Einen starken Einfluss haben die User-Reaktionen. Wie auch die klassische Suchmaschine Google möchte YouTube seinen User das bestmögliche Ergebnis seiner Suche anzeigen, um ihn als Nutzer zu halten.

Mit der YouTube-Suchmaschinenoptimerung beginnen Sie bereits bei der Video-Produktion. Sie setzt sich fort über die Einstellungen beim Upload bis zur Handhabung des YouTube-Videomanager als letzten Schritt vor der Veröffentlichung.

Mit YouTube kann man unter anderem für guten Traffic zur eigenen Webseite sorgen, die Online-Markenbildung und -präsenz und den Produktverkauf fördern. Man kann mit YouTube-Videos aber auch Geld verdienen.

Es gibt also mindestens vier gute Gründe, weshalb Sie Ihre YouTube-Videos für die Suchmaschine optimieren sollten. Im Allgemeinen lassen sich durch die Video-Optimierung schon die Grundlagen für ein gutes Ranking in der YouTube-Suche schaffen. Machen wir uns daher zunächst mit den wichtigsten Video-Rankingfaktoren vertraut.

 

YouTube-Video-Optimierung

Video-Rankingfaktoren

Wie bei Webseiten ist auch bei YouTube-Videos die Übereinstimmung zwischen dem Keyword des (YouTube-)Users und dem Content des Videos ein wichtiges Signal für die Suchmaschine.

Schon vor dem Upload eines Videos können Sie darauf Einfluss nehmen, indem Sie den Video-Dateinamen nach dem Fokus-Keyword benennen.

Im Idealfall gleicht der Dateiname dem Titel des Videos. Der Titel sollte vor allem aussagekräftig und interessant sein, weil die Klickrate von ihm abhängt. Förderlich für die Relevanz für das gewählte Keyword ist die Beschreibung des Videos. Achten Sie daher darauf, dass Ihre Beschreibung ausführlich, konkret und ansprechend ist.

Mit einem benutzerdefinierten Thumbnail können Sie die Entscheidung eines YouTube-Users für Ihr Video positiv beeinflussen und sich zugleich von der Konkurrenz abheben.

Mithilfe von Tags und der Kategorie unterstützen Sie die Suchmaschinen bei der thematischen Einordnung des Videos. So kann das Video zu passenden Interessen und Themen in anderen Videos vorgeschlagen werden. Außerdem werden die Tags für gezielte Suchanfragen herangezogen.

Video-Untertitel werden unter anderem von den Suchmaschinen zum Auslesen des Bildmaterials eingesetzt. Die viel größere Rolle spielt in diesem Zusammenhang das User-Erlebnis. Mit Untertitel und Übersetzungen bieten Sie dem User mehrere Vorteile. Hauptsächlich machen Sie Ihr Video damit für Hörgeschädigte oder für User, die das Video ohne Ton ansehen wollen oder müssen, interessant.

Entscheidend für eine große Reichweite ist mitunter auch die Video-Qualität. Damit ist die Auflösung gemeint. Veröffentlichen Sie am besten nur Videos mit einer Mindestauflösung von 720p.

Versehen Sie Ihr Video auch mit einer Call-to-Action und Handlungsempfehlungen.

 

YouTube-Kanal-Optimierung

YouTube-SEO Kanal

Die Erstellung und der Betrieb eines YouTube-Kanals sollten zur Absicherung gegen inhaltliche Schnellschüsse durchdacht sein: entwickeln Sie vorher unbedingt eine Content-Strategie. Aktuelle Inhalte im Sinne neuer Videos sind oberstes Gebot für die Chance auf Erfolg. YouTube empfiehlt, wöchentlich mindestens ein Video zu veröffentlichen.

Die Suchmaschinenoptimierung beginnt bereits beim Kanal-Auftritt. Ihr Profil- und Titelbild sollten gut erkennbar und möglichst hochauflösend sein. Alle Informationen im Kanal sollten auf dem neuesten Stand sein. Außerdem sollten die Beschreibung des Kanals und seine Bilder zu den Video-Themen passen. Beginnen Sie am besten mit einem Kanal-Trailer, um dem User zu zeigen, was ihn erwartet. Der Kanal-Trailer sollte immer das erste Video sein, das ein neuer User sieht.

Wenn Sie es mit einem Video auf die Top-Plätze in den Suchmaschinen schaffen oder es sogar in den YouTube-Trends gelistet wird, haben Sie mit diesem Einzelfall auf Video-Ebene alles richtig gemacht. Das ist aber noch nicht der entscheidende Durchbruch.

Für den dauerhaften Erfolg ist Ihr Engagement gefragt. Sobald Sie genug aussagekräftige Daten gesammelt haben, um Aussagen über die interessantesten Video-Themen zu treffen, sollten Sie in diesen Bereichen mit neuem Video-Content nachlegen. Nutzen Sie die Anmerkungen, um den User auf ähnliche Videos oder auf Folge-Videos von mehreren Clips aufmerksam zu machen. Wenn Sie z. B. ein Produktvideo vorstellen, sollten Sie Infokarten verwenden, um den User auf die Webseite zu führen. Oberstes Ziel soll sein, den Kanal interessant zu halten, damit Ihre Zuschauer regelmäßig wiederkehren. Je interessanter Ihr Kanal und die Videos sind, desto mehr Abonnenten können Sie für sich gewinnen und Ihre Kanal-Aufrufe steigen.

Damit ein User, der Ihren Kanal aufruft, sich zurecht findet, brauchen Sie eine sinnvolle Kanalstruktur. Sobald Sie mehrere Videos auf dem Kanal haben, verschwindet allmählich die Übersichtlichkeit. Stellen Sie dem User daher thematische Playlists zusammen. Animieren Sie Ihre User zu weiteren Interaktionen wie Views, Likes, Kommentare und Empfehlung durch Teilen eines Videos. Gleichmäßig über alle Videos verteilte User-Interaktionen bestätigen die Relevanz. Mit einer interaktionsfreudigen Community fördern Sie die User-Zufriedenheit und bauen Trust auf. Trust ist eines von mehreren Elementen, die dem Kanal eine gewisse Stärke verleiht – wie Backlinks auf Webseiten. Ab einem gewissen Kanal-Alter und einer Kanal-Stärke können Sie langfristig sogar zu einer Kanal-Autorität auf Ihrem Themengebiet werden.

 

YouTube-Usersignale optimieren

YouTube-User-Signale

Die Anzahl der Video-Aufrufe kann YouTube signalisieren, dass sich seine User für ein Video interessieren – deswegen spielt dieser Rankingfaktor keine geringe Rolle. Wie bereits beschrieben, lassen sich die notwendigen Aufrufe durch den Titel und das Thumbnail beeinflussen. Ein Video.Aufruf ist noch mehr wert, wenn der User sich das ausgewählte Video bis zum Ende anschaut. Gestalten Sie Ihr Video daher so, dass es bis zum Ende angesehen wird, dass also die Zuschauer-Bindung entstehen kann.

Zu häufige Absprünge signalisieren YouTube, dass das Video nicht interessant ist bzw. nicht zur Suchanfrage passt. Sorgen Sie für aktuelle Inhalte im Video und achten Sie auf eine gute Qualität (HD). Eine hohe Absprungrate kann allerdings auch ein Zeichen dafür sein, dass Ihr Video zu lang ist. Ihr Augenmerk sollte sich daher auch auf die Dauer des Videos und die relative Aufmerksamkeit im Vergleich zu ähnlichen Videos richten. Wägen Sie vorher oder bei Auftreten der negativen Signale ab, ob Sie das Video in mehrere Teile aufsplitten können.

Ein Video-View bringt auch direkte Reaktionen mit sich – gemeint sind Kommentare des Users. Da YouTube unter anderem ein soziales Netzwerk ist, sind Kommentare von großem Interesse. Nehmen Sie sich der Diskussion unbedingt an und reagieren Sie auf User-Anregungen und Fragen. Um die Anzahl der Kommentare zu steigern, haben Sie verschiedene Möglichkeiten, im Video dazu aufzufordern. Durch Keywords in Kommentaren steigern Sie nebenher die Keyword-Relevanz des entsprechenden Videos.

Eine höhere Gewichtung haben die durchschnittlichen Video-Bewertungen: Thumbs-ups (Likes) oder Thumbs-down (Dislike). Als schnelles, direktes und auf YouTube schnell gegebenes Feedback spielen sie eine wichtige Rolle für die spätere Platzierung in der YouTube-Suche. Wie in jedem sozialem Netzwerk müssen Sie den User auch bei YouTube an die Hand nehmen. Also fordern Sie ihn unbedingt auf, das Video zu bewerten. Wenn Sie für ein Video einige negativen Bewertungen erhalten haben, sollten Sie das Feedback ebenso annehmen und herausfinden, woran das liegt. Einzelne negative Bewertungen (Thumbs-down) beeinflussen Ihr Ranking nicht zwingend negativ. Anders sieht es natürlich aus, wenn Ihr Video mehr Dislikes als Likes hat. Die Wahrscheinlichkeit, dass Sie mit dem entsprechenden Video keine guten Rankings mehr erzielen, ist dann verständlicherweise recht hoch. Der etwaige Raningverlust betrifft allerdings auch nur das betroffene Video. YouTube differenziert zwischen gut und schlecht bewerteten Videos und kennt gleichzeitig die durchschnittliche Like- oder Dislike-Verteilung über den Kanal hinweg.

Jede Video- oder Kanal-Empfehlung ist Gold wert. Als Empfehlung zählen alle Arten von Verbreitung, z. B. die Aufnahme in eine andere Playlist, die Favorisierung des Videos, teilen im sozialen Netzwerk bis hin zur Video-Einbettung auf einer externen Webseite. Die Gewichtung einer einzelnen Empfehlung ist meist nicht so hoch wie etwa eine Like. Das hängt jedoch sehr von der Stärke des einzelnen Users oder Kanals ab. Wenn Ihr Video z.B. in die Playlist eines starken Kanals aufgenommen wird, ist die Gewichtung natürlich viel höher, als wenn es ein User ohne aktiven YouTube-Kanal bzw. ein schwacher Kanal tut.

In allen Fällen sind die Video-Antworten entscheidend. Dies sind Aufrufe über die Playlist des anderen Users, der Ihr Video aufgenommen hat. Alle gewünschten User-Signale können Sie im Video vom Zuschauer erbitten. Wichtig ist aber, dass Sie das einzelne Video nicht mit zu vielen Anmerkungen versehen oder gar jede einzelne Interaktion auf einmal einfordern, da der User sich dadurch genervt fühlen könnte. Die Auswirkungen können von negativen Bewertungen über eine erhöhte Absprungrungrate bis hin zum Abonnenten-Verlust reichen. Eine bewährte Strategie ist es, es pro Video bei ein bis maximal zwei Interaktions-Aufforderungen zu belassen. Daher ist es auch sinnvoll, dafür die Anmerkungen zu nutzen. Sie können die Anmerkungen nach Belieben entfernen und ändern – so können Sie in regelmäßigen Abständen zwischen verschiedenen Anmerkungen variieren.

 

YouTube-Reaktionen mit Rankingeinfluss

YouTube-Ranking-Reaktionen

Bestimmte Reaktionen auf das einzelne Video oder den Kanal gelten ebenfalls als Rankingfaktoren. Die wichtigsten Faktoren dieser Art sind in meiner Einschätzung der Gewichtung einzelner Rankingfaktoren enthalten. Ein Rankingfaktor kann positiv und auch negativ sein. Einige können sogar bis zur vorübergehenden Sperre und Auflösung des Kanals führen – auch dessen muss man sich bewusst sein, wenn man einen Kanal betreibt.

Mit einzelnen Videos fallen Sie im Ranking zurück und werden ggf. nicht mehr in anderen Videos und Kanälen vorgeschlagen, wenn die Anzahl der Dislikes weit höher ist als die der Likes. Solange Sie auf der Kanal-Ebene mehr Likes als Dislikes haben, bleiben die Rankings des Kanals vom Ranking-Verlust weitgehend unberührt. Falls Sie ein Video haben, das überdurchschnittlich viele negative Bewertungen hat, sollten Sie in Erwägung ziehen, es zu löschen, um die Positiv-Wertungen zu wahren.

Sorgt ein Video für viele Abonnenten, ist das ein positives Signal für YouTube und wird zügig durch steigende Rankings belohnt. In Einzelfällen betrifft das bessere Ranking sogar den gesamten Kanal. User können Ihren Kanal entweder über das Video abonnieren – oder direkt über die Kanal-Seite. Das kann aber genauso schnell anders herum passieren. Veröffentlichen Sie ein Video, aus dem viele Abonnenten heraus Ihr Abo löschen, ist das ein negatives Signal an YouTube und das betreffende Video fällt im Ranking schnell auf weniger sichtbare Positionen. Ein solches Signal veranlasst YouTube meist auch zur Überprüfung des entsprechenden Videos und Ihres Kanas.

Per Mausklick können User Videos an YouTube melden, wenn sie glauben, dass nicht erlaubte Inhalte, urheberrechtlich geschütztes oder nicht jugendfreies Material gezeigt wird. Den ganzen Kanal können sie melden, wenn Sie Ihrer Impressumspflicht nicht nachkommen. Sofern die Anschuldigung falsch ist, wird das Video nach eigener Aussage nicht gesperrt oder entfernt. Andernfalls wird das Video entfernt und Sie werden von YouTube ermahnt. Bei Wiederholung kann der ganze Kanal gelöscht werden. Halten Sie sich daher unbedingt an die YouTube-Richtlinien. Falls YouTube tatsächlich eingreifen muss, kann das starke Ranking-Verluste für den Kanal und ggf. auch für diejenigen Ihrer Videos nach sich ziehen, die von dem Problem gar nicht betroffen sind.

Zu einer stimmigen YouTube-Optimierung gehören auch OffPage-Elemente. Das Teilen über soziale Netzwerke (wie Facebook, Twitter, Google+ etc.) ist also empfehlenswert.

Externe Links haben ebenfalls einen positiven Einfluss auf die Rankings und führen zu mehr Aufrufen. Ein stärkeres Signal an YouTube sendet aber die Einbettung von Videos. Die Stärke der verlinkenden Webseiten kann sich bei Video-Einbettungen und externen Links durchaus positiv auswirken.

Der wohl einfachste Weg, an eine Empfehlung zu kommen, ist das Kommentieren eines Videos, da der Name Ihres Kanals verlinkt wird.

 

Dieser Artikel soll Ihnen als Einstieg und Leitfaden für das Thema YouTube-SEO dienen und Ihnen einen Überblick über die wichtigsten Rankingfaktoren verschaffen. YouTube nimmt viele einzelne Signale wahr und gruppiert diese zu Rankingfaktoren.

Es gibt noch zahlreiche weitere Optimierungsmöglichkeiten. Ihr Einsatz hängt mitunter vom Thema, der Zielgruppe und Ihren Kommunikationszielen ab.

Für weitere Fragen stehe ich Ihnen gerne persönlich zur Verfügung. Zögern Sie nicht, mich zu kontaktieren!

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